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Robert Schönherr
Vereinsgasse 15/26
1020 Wien (Vienna)
Österreich (Austria)

robert(@)robertschoenherr.com

 

English Information

 

The Blue Side Of Flipper

 

 

2005 präsentierte ich meine erste CD "Saturday Feeling". Nun hatte ich wieder das Gefühl, genug "explosives Material" für eine neue Produktion zu haben und den Wunsch, meine neuen Ideen umzusetzen. Im Februar 2008  nahm ich mit Joschi Schneeberger, Mario Gonzi und als Gast Herwig Gradischnig in Maribor im RTV-studio die Musik auf und stellte die CD in Wien fertig. Zehn Stücke, ein großer Teil aus meiner Feder (incl. zwei Widmungen), eine Komposition von meinem Freund und Mitmusiker Joschi, zwei Standards und eine Komposition von Joe Zawinul, die ich seit den 80-igern spielen wollte, sind das Material für diese Produktion. Ich danke meinen Mitmusikern für ihren enormen Input und ihre Kreativität. Ich danke auch Klaus Schulz für seine liner-notes (siehe weiter unten), »Maria Temnitschka, meiner Frau, für die künstlerische Gestaltung und Idee des Covers sowie Martina Schönherr, meiner Tochter, für die grafische Umsetzung.

 

Robert Schönherr Trio feat. Herwig Gradischnig
CD 2008 - JIVE MUSIC - JM-2060-2

 
Robert Schönherr  piano, fender rhodes
Joschi Schneeberger  bass
Mario Gonzi  drums
guest: Herwig Gradischnig  tenorsax

recorded at rtv-studio, Maribor, Slowenien by Saso Romih
mixed and mastered by Robert Eder, Rudi Mille and Robert Schönherr at artis studio, Wien

Titel:
Change The Rhythm / Desafinado / The Blue Side Of Flipper / Sandro & Celina /Dampfwalzer / Herbie´s Mood / Limerick / The Influenze Of J. Z. / I´ll Close My Eyes / Young And Fine 

Robert Schönherr über seine CD:

Zum Titelstück: „On Green Dolphin Street“ ist einer meiner Lieblingsstandards. Auf Sessions wird er einmal in Eb, ein anderes Mal in C gespielt. Meine Komposition erinnert an diesen Titel, moduliert aber mehrmals zwischen den beiden Tonarten. Und um dem Delphin die Ehre zu geben, heißt mein Stück „The Blue Side Of Flipper“. „Sandro & Celina“ ist eine Nummer von Joschi, die er zweien seiner derzeit vier Enkel gewidmet hat, in einem Arrangement von mir. „Limerick“ folgt der Versform A-A-B-B-A. „Dampfwalzer“ und „Change The Rhythm“ sind zwei meiner Frühwerke in einer Neubearbeitung. „Herbie´s Mood“ und „The Influence Of J.Z.“ sind zweien meiner Vorbilder gewidmet: Herbie Hancock und Joe Zawinul. Und meine besondere Affinität zu Joe möchte ich in dem Versuch ausdrücken, eines seiner Weather Report Stücke akustisch zu spielen:
„Young And Fine“.

 

 

Klaus Schulz - Linernotes

Die CD präsentiert mit den Musikern des Robert Schönherr Trios plus Herwig Gradischnig als Gast am Saxophon vier herausragende Exponenten der so reichhaltigen österreichischen Jazzszene. Das Quartett liefert zwar  (gottlob) keine Revolution der Jazzgeschichte, dafür aber ein Bekenntnis zu den Roots, welches mehr wert ist als der hohle, zeitgeistige Hype. Die zehn Titel sind ein virtuoses Beispiel für musikalischen Austausch, den kreativen Umgang mit Musik und die gemeinsame Entwicklung von Themen. Das Titelstück „The Blue Side Of Flipper“ basiert harmonisch auf dem Standard "On Green Dolphin Street". Zwischen den Tonarten Eb und C modulierend, erweist  es dem Bronislav Kaperschen Delphin mit dem Wort „Flipper“ die Referenz.  Der elegische Titel „Sandro & Celina“ von Kontrabassist Joschi Schneeberger, hier arrangiert von Robert Schönherr ist ein Manifest der subtilen Interaktion. Mit „Change The Rhythm“, basierend auf dem Gershwin – Standard „I Got Rhythm“ , , dem mitreißenden „Dampfwalzer“, „Limerick“ und den beiden Widmungen „Herbie´s Mood“ und „The Influence Of J.Z.“ hat Robert Schönherr den Löwenanteil an Originals beigesteuert. Nachdenklich reiht der Pianist oftmals Noten aneinander und lässt die Tasten ebenso schwelgerische wie dynamische Melodien erzählen. Bassist Schneeberger schafft ein warmtönendes Fundament, während Drummer Mario Gonzi dem Metrum mit pulsierender Explosivität, aber auch mit sanfter Eindringlichkeit gerecht wird. Immer eloquent und mit reichlich Spielfreude ausgestattet bietet Herwig  „Hank“ Gradischnig ein sowohl zeitgenössisch - typisches als auch individuell klingendes Spektrum brillanter Saxophon – Improvisationen. Alles in allem: ein großer Wurf, bewegend schön und  schön bewegend.

Klaus Schulz

 

Jazzzeit August 2008